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„Ich habe den Krieg erlebt und ich wünsche selbst meinem größten Feind nicht, erleben zu müssen, was ich erlebt habe.“ Frau A. aus Tschetschenien / Klientin bei REFUGIO Thüringen
Das Psychosoziale Zentrum REFUGIO Thüringen ist ein Therapie- und Beratungszentrum für Flüchtlinge, die in ihrer Heimat politische Verfolgung, Folter und Gewalt im Kontext kriegerischer Auseinandersetzungen erlitten haben. Unter der Last dieser Erlebnisse sowie den Folgen der Entwurzelung und erschwerten Lebensbedingungen im Exil bieten wir Unterstützung in Form von Sozialberatung, Psychotherapie und Vermittlung von externen Hilfen. Unsere Angebote werden von Sprach- und KulturmittlerInnen begleitet.
REFUGIO Thüringen will zur Verbesserung der psychosozialen Versorgung von Flüchtlingen im Speziellen und MigrantInnen im Allgemeinen beitragen, in dem es therapeutische Angebote, Stellungnahmen in asylrechtlichen und sozialen Fragen sowie ganzheitliche (psychosoziale) Beratung und Unterstützung durch ein interdisziplinäres Team unterbreitet bzw. an externe Hilfen vermittelt.
REFUGIO Thüringen will auf jene Faktoren Einfluss nehmen, welche die Entstehung und den Verlauf psychischer Erkrankungen beeinflussen. Grundlegend wird REFUGIO Thüringen daher die Forderung nach einem humanen Umgang mit traumatisierten Flüchtlingen unterstützen, denn Teil des Traumas ist nicht nur die erlebte Folter, (Kriegs-)Gewalt oder Verfolgung im Herkunftsland, sondern auch die aktuelle Ausgrenzung, Beschäftigungslosigkeit, Unterbringungs- und Versorgungssituation von Flüchtlingen im Exil.
REFUGIO Thüringen sieht es als notwendig an, Themen wie „Trauma“ und „Krankheit" und die damit einhergehende Schutzbedürftigkeit von Flüchtlingen stärker in das Bewusstsein der Öffentlichkeit sowie in die Strukturen des Gesundheitssystems zu bringen. Dabei soll eine Sensibilisierung für die spezifischen Problemlagen von Flüchtlingen in der Fachöffentlichkeit und bei politischen Entscheidungsträgern für die Situation angestrebt werden. |