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"Antiasiatischer Rassismus - ein übersehendes Phänomen?"

Mi., 17. Juni

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Zoom

mit Prof. Dr. Kimiko Suda (HUB Berlin) REFUGIO Online-Fortbildung

Zeit & Ort

17. Juni 2026, 16:00 – 18:00

Zoom

Einladung

„Antiasiatischer Rassismus - ein übersehenes Phänomen?“ mit Prof. Dr. Kimiko Suda (HUB Berlin)


Mit dem Ausbruch der COVID-19-Pandemie im Jahr 2020 trat antiasiatischer Rassismus in Deutschland in einer bis dahin selten so deutlich sichtbaren Verdichtung zutage. Was zuvor häufig als randständiges oder „importiertes“ Problem verharmlost worden war, manifestierte sich nun sowohl in medialen Diskursen über Ursprung, Verbreitung und Verantwortlichkeit des Virus als auch in vermehrten Alltagsdiskriminierungen sowie einer Vielzahl konkreter Gewalterfahrungen.


In der Folge setzte in der deutschen politischen und medialen Öffentlichkeit eine verspätete, aber durchaus bemerkenswerte Anerkennung dieser spezifischen Form des Rassismus ein. Antiasiatischer Rassismus wurde zunehmend als eigenständiges Phänomen benannt und problematisiert, auch wenn er häufig noch im Schatten breiterer Debatten über Rassismus und Diskriminierung verbleibt. Gleichzeitig zeigt sich, dass sowohl die historische Genese dieser Rassismusform als auch die vielfältigen Formen des Widerstands dagegen im deutschen Kontext bislang nur unzureichend aufgearbeitet und öffentlich vermittelt sind. Diese Leerstelle verweist nicht zuletzt auf eine strukturelle Unsichtbarmachung asiatischdiasporischer Lebensrealitäten innerhalb erinnerungskultureller und gesellschaftspolitischer Narrative in Deutschland.


Der Vortrag von Frau Professor Kimiko Suda setzt genau hier an und verfolgt das Ziel, antiasiatischen Rassismus in seiner historischen Tiefendimension ebenso wie in seinen gegenwärtigen Erscheinungsformen differenziert zu beleuchten. Kimiko Suda ist Sinologin und Soziologin und arbeitete als Projektassistentin und Projektmanagerin im China-Büro der Heinrich-Böll-Stiftung in Beijing. Von 2020 bis 2024 war sie in der empirischen Rassismusforschung an der Humboldt-Universität zu Berlin, dem Deutschen Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung sowie der Technischen Universität Berlin tätig. Seit Oktober 2024 lehrt Kimiko Suda am Institut für Asien- und Afrikawissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin.


Für den Vortrag wird bewusst ein multiperspektivischer Zugang gewählt, der qualitative und quantitative empirische Daten mit den langjährigen praxisbasierten Erfahrungen der Referentin verbindet. Die Analyse der aktuellen Situation stützt sich auf die Ergebnisse eines Community-Surveys, auf leitfadengestützte Interviews sowie auf Erkenntnisse aus einer Langzeitbeobachtung, die auf der Mitarbeit in Projekten der postmigrantischen Selbstorganisation korientation e.V. im Zeitraum von 2007 bis 2025 basiert.


Es werden die Perspektiven antirassistischer Selbstrepräsentation in Deutschland reflektiert, wobei insbesondere die Frage im Raum steht, wie Sichtbarkeit hergestellt werden kann, ohne dabei in neue Formen der normativen Festschreibung zu geraten. Im Anschluss laden wir Sie zu einer angeregten Diskussion mit Ihren Fragen, Erfahrungen und Ideen zu dieser wichtigen Thematik ein.

 

Wir freuen uns über Ihre Anmeldungen!             

                                                          

Veranstaltungszeit: 

Mittwoch, 17. Juni 2026 von 16 bis 18 Uhr 


Veranstaltungsort: 

Onlineveranstaltung: Sie erhalten einen Zoom-Link an die von Ihnen angegebene Mailadresse.  


Akkreditierung: 

Ist bei der Landesärztekammer Thüringen beantragt. 


Kosten: 

Die Veranstaltung ist von der Europäischen Union (AMIF) und der EKM sowie Spenden finanziert und daher für Sie kostenfrei.  


Kontakt: 

Psychosoziales Zentrum REFUGIO Thüringen 

Lassallestr. 8, 07743 Jena 

Anfragen per Mail an: fortbildung@refugio-thueringen.de 

 

Anmeldung:

Bitte bis zum 17.06.2025 bis 13 Uhr

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